C – eine Stadt sucht ihre Touristen

C eine Stadt sucht ihre Touristen

Mit 1. Mai wurden die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 gelockert. Man will wieder zur Normalität zurückkehren. Eine Normalität, die sich von der, die vor der Corona-Pandemie normal war unterscheidet, zumindest bis auf weiteres.

Ein guter Zeitpunkt um einen Blick zurück zu werfen auf die Zeit des totalen Lockdowns. Ein geeigneter Moment um diesem einzigartigen Ereignis in der Geschichte zu gedenken. Und auch um von den eigenen Impressionen zu erzählen ……

Mein Geburtstagsessen im „57“, dem letzten Tag, an dem man noch in einem Lokal speisen konnte, bevor die Lokale schließen mussten. Mein Fußmarsch am 21.3. durch den menschenleeren 1. Bezirk, nur unzählige Polizeiautos, die langsam durch die Fußgängerzonen fuhren. Mein Erschrecken, als um 18h plötzlich aus den Autoradios all dieser Polizeiautos Reinhard Fendrichs „I am from Austria“ plärrte. All die Hinweisschilder an den verschlossenen Türen und die ersten Hinweise, dass man nicht mehr aufsperren können wird, weil das Geschäft ein Opfer der Corona-Maßnahmen wurde. Die weiterhin ihren Dienst versehenden Ampeln, die unermüdlich den nicht vorhandenen Verkehr regelten. Eine autolose Ringstraße. Kärntner Straße, Stephansplatz, Heldenplatz – ohne einen einzigen Touristen, überhaupt beinahe menschenleer.

…und Bilder von meinen Eindrücken zu zeigen. Die folgenden Bilder sind zu Zeiten entstanden, zu denen man normaler Weise wegen der vielen Touristen die Plätze kaum überqueren kann.

Michaelerplatz
Michaelerplatz
Heldenplatz
Heldenplatz
Albrechtsbrunnen vor der Albertina
Albrechtsbrunnen vor der Albertina

Mehr Bilder von meinen Eindrücken gibt es hier.

Und wer jetzt immer noch nicht genug hat von Corona, der kann die neue Sammlung des Wien Museums zur Dokumentation von Corona besuchen.

Winter, wie er früher einmal war

Karwendel

 

In der Nacht hat es geschneit,

am Morgen liegt eine dicke, weiße Schneedecke über dem Land

und dämpft jedes Geräusch.

Stille 

Ich habe den unbändigen Wunsch hinaus zu stürmen

und Spuren zu hinterlassen in dieser unberührten weißen Fläche.

Mich in den Schnee fallen zu lassen und zu wälzen,

Schneemänner bauen,

Schneeballschlacht….

Bäume schütteln und spüren, 

wie mir der nasse Schnee in den aufgestellten Kragen fällt.

Wollhaube und Wollhandschuhe sind mit Schneeklumpen verklebt

und durch die Lederstiefel werden die Füße naß und kalt.

Draußen bleiben,

bis Nase und Wangen rot 

und die Lippen blau sind,

und die Finger und die Zehen so kalt und steif,

dass ich sie gar nicht mehr spüre….

und dann wieder ins Haus gehen,

die Hände aneinander reiben, bis sie rot sind

und ich das Gefühl habe,

dass tausende von Nadeln die Hände und Füße zerstechen.

Winter, wie er früher einmal war….

 

Mehr vom Winter gibt es hier

Backstage im Volkstheater

Ende November hatte ich die Gelegenheit im Rahmen eines Foto-Workshops der Presse, das Volkstheater von seiner anderen Seite kennen zu lernen. Jene Seite, die sonst nur Schauspieler, Bühnenarbeiter und anderes Personal des Theaterbetriebes kennen. Außer mir nahmen noch 23 andere Fotoenthusiasten an dem Workshop teil, was die Einzigartigkeit meiner Fotos und meine Bewegungsfreiheit weitgehend einschränkte, da immer mindestens fünf andere Fotografen auf dem selben Platz wie ich waren und die gleichen Bilder machten. Im Rahmen des Workshops standen uns auch zwei Schauspielerinnen, Isabella Knöll und Evi Kehrstephan, als Modelle in dem ihnen vertrauten Ambiente zur Verfügung. Die beiden zu fotografieren war eine echte Herausforderung, weil sie permanent von mindestens 12 Fotografierwütigen unterschiedlichste Zurufe bekamen, welche Pose, welcher Blick, wohin schauen….. sie blieben trotzdem die ganze Zeit freundlich. Alle Fotos der Schauspielerinnen, die ich im Rahmen dieses Blogbeitrages veröffentliche, veröffentliche ich mit der Genehmigung der beiden Schauspielerinnen und des Volkstheaters.Fotografen

Isabella Knöll hat mich übrigens motiviert Lazarus, ein Stück, in dem sowohl Isabella als auch Evi mitspielten, anzusehen. Eine schöne Erfahrung, die dazu anregt doch ab und zu ins Theater zu gehen.

Meine Impressionen vom Volkstheater gibt es hier.

Es muss doch Frühling werden…

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen (Galanthus)

 

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß doch Frühling werden.

Emmanuel Geibel 1815-1884

 

Wer, so wie ich, schon genug vom Winter hat,der träumt am Besten vom Frühling.

Mit Bildern aus dem Vorjahr geht das sehr gut.

Wer keine eigenen hat, kann hier gerne meine dazu verwenden.

Kiss that frog

…eigentlich wollte er mich küssen, aber die Wand war dazwischen…

frog

Jump in the water
Sweet little princess
Let me introduce his frogness
You alone can get him singing
He’s all puffed up, wanna be your king
Oh you can do it
C’mon, c’mon, c’mon, c’mon, c’mon, c’mon, c’mon
Lady kiss that frog

(Peter Gabriel)

Lost Places Nordbahnhof

Wasserturm

 

Die Gegend um den alten Wasserturm beim ehemaligen Nordbahngelände ist, auf gut wienerisch, eine richtige Gstätten. Gstätten bedeutet „verwilderter Platz“ – welch passende Bezeichnung. Heute sagt man wohl eher „Lost Place“ dazu, was kein Engländer verstehen würde, weil es ein Pseudoanglizismus ist und so viel wie „vergessener Ort“ heißen soll. Aber der Ort ist nicht vergessen. Er wartet auf seine neue Bestimmung. Noch ist er eine ehemalige Gleisanlage, ein Hundeklo, eine illegale Mülldeponie, ein Platz, auf dem sich ein Schwarm von Seidenschwänzen in den Ästen der Bäume niederlässt, Heimat für die vom Aussterben bedrohte Wechselkröte, Jagdrevier für „Lost Places Handy Fotografen“ und für mich. Die Gstätten soll angeblich erhalten bleiben und sich in einen „First Urban Nature Park“ verwandeln. Aber die Bagger rücken heran und was läge näher, als die Gstätten, dem wahren Bedürfnis der Menschen entsprechend, in Wohnhäuser, Bürogebäude und Betonwüsten zu verwandeln.

Mich ziehen solche Orte magisch an, nicht wegen ihrer Geschichte, sondern wegen der Diskrepanz ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Wer dort selber nicht hin will, aber doch einen Blick darauf werfen möchte, kann sich meine Impressionen hier ansehen.

 

Wer mehr über die Gegend wissen will, findet im folgenden Link Informationen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nordbahnviertel

Indian Summer

Indian Summer

 

 

Ein Bekannter hat einmal gesagt: „Im Waldviertel schaut es genauso aus wie in Kanada.“

Ich weiß nicht, ob das stimmt. Weil ich war noch nie da. In Kanada meine ich.

Lust auf Indian Summer aus dem Waldviertel? Mehr gibt es hier.