Die Alten Schanzen sind eine ehemalige Verteidigungsanlage, die 1866 errichtet wurde. Die Bilder stammen von einer Ruine eines während des zweiten Weltkrieges errichteten Gebäudes auf Werk X. Aufgrund der Geländeverhältnisse ist Ackerbau nicht möglich und die ursprüngliche Flora blieb erhalten. Seit Ende der 1970er Jahre werden die Alten Schanzen auch nicht mehr beweidet, wodurch eine Verbuschung entstanden ist. (Quelle)
Ein Lost Place in einer sehr eigenwilligen Natur. Reizvoll, aber eigentlich nicht fotografierbar. Ich habe es trotzdem versucht. Bilder von Details und Ausschnitten, an denen mein Blick hängen blieb.
Die meisten Menschen haben ein Fotogesicht. Meist ein bestimmtes Lächeln, das sie „aufsetzen“ , wenn eine Kamera oder ein Smartphone auf sie gerichtet ist. Am spannendsten ist es, Menschen zu fotografieren, die sich selbst auf Fotos nicht gefallen. Sie sind manchmal leichter dazu zu verführen, ihre üblichen Fotoposen fallen zu lassen, und haben dann unglaublich viele interessante Gesichter.
Vor zwei Jahren habe ich mich mit Porträtfotografie beschäftigt und auch ein paar entsprechende Workshops besucht. Mein erstes Model war im vorigen Jahr ein Freund: Fritz. Es hat uns beiden Spaß gemacht und deswegen habe ich beschlossen zur Wiederholungstäterin zu werden.
Ich liebe Farben und auch die Farbfotografie, aber wenn man den Menschen zeigen möchte und nicht seine Kleidung oder seine Umgebung, dann sollten es Schwarzweissbilder sein.
Mit 1. Mai wurden die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 gelockert. Man will wieder zur Normalität zurückkehren. Eine Normalität, die sich von der, die vor der Corona-Pandemie normal war unterscheidet, zumindest bis auf weiteres.
Ein guter Zeitpunkt um einen Blick zurück zu werfen auf die Zeit des totalen Lockdowns. Ein geeigneter Moment um diesem einzigartigen Ereignis in der Geschichte zu gedenken. Und auch um von den eigenen Impressionen zu erzählen ……
Mein Geburtstagsessen im „57“, dem letzten Tag, an dem man noch in einem Lokal speisen konnte, bevor die Lokale schließen mussten. Mein Fußmarsch am 21.3. durch den menschenleeren 1. Bezirk, nur unzählige Polizeiautos, die langsam durch die Fußgängerzonen fuhren. Mein Erschrecken, als um 18h plötzlich aus den Autoradios all dieser Polizeiautos Reinhard Fendrichs „I am from Austria“ plärrte. All die Hinweisschilder an den verschlossenen Türen und die ersten Hinweise, dass man nicht mehr aufsperren können wird, weil das Geschäft ein Opfer der Corona-Maßnahmen wurde. Die weiterhin ihren Dienst versehenden Ampeln, die unermüdlich den nicht vorhandenen Verkehr regelten. Eine autolose Ringstraße. Kärntner Straße, Stephansplatz, Heldenplatz – ohne einen einzigen Touristen, überhaupt beinahe menschenleer.
…und Bilder von meinen Eindrücken zu zeigen. Die folgenden Bilder sind zu Zeiten entstanden, zu denen man normaler Weise wegen der vielen Touristen die Plätze kaum überqueren kann.
Herzliches Dankeschön allen, die Anteil genommen haben, mit dabei waren, gekommen sind, um dieses freudige Ereignis mit uns zu feiern, allen, die die Mühe nicht gescheut haben, wegen dieser Ausstellung aus Wien oder von wo auch immer anzureisen und die Gelegenheit vielleicht auch genutzt haben, um Graz wieder einmal einen Besuch abzustatten. Mein ganz besonderer Dank gilt aber Fritz, meinem Fotomodel und Saxophonisten, der mit seinem Auftritt der Eröffnung eine besondere Note verliehen hat.
Seit März 2019 habe ich einen Lehrgang für konzeptionelle Fotografie in Graz besucht. Die Aufgaben und Anforderungen waren manchmal herausfordernd. Es entstand eine Reihe von Bildern, die ich ohne diesen Lehrgang in dieser Art sicher nie gemacht hätte. Es war eine spannende, abwechslungsreiche und manchmal auch anstrengende Zeit in Graz. Ich habe viel gelernt und das Gefühl, dass mich der Lehrgang in meiner fotografischen Entwicklung weitergebracht hat, mir neue Möglichkeiten und Wege erschlossen hat.
Im Cafe Kaiserfeld in Graz wird nun im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung der Absolventen des Lehrganges für Konzeptionelle Fotografie noch bis zum 22. Februar 2020 ein Teil der im Lehrgang entstandenen Bilder gezeigt.
Fotos Gerhard Langusch
Mit der Ausstellung endet der Lehrgang und ich muss mir neue Herausforderungen suchen.
Maurizio Mattelan hat auf der Art Basel in Miami echte Bananen mit einem grauen Gaffer Tape an die Wand geklebt und verkauft. Die Idee, Bananen an der Wand zu befestigen und als Kunst zu vermarkten, ist nicht neu. Das hat 2012 schon eine Frau, nämlich die Künstlerin Karin Sander im Rahmen ihrer Kitchen Pieces vor ihm gemacht. Neu ist, dass ein Mann sieben Jahre später diese Idee neu erfindet, für sich in Anspruch nimmt und als Kunst gleich zweimal um 120.000 Dollar an private Kunstliebhaber verkauft. Eine dritte Kopie soll um 150.000 Dollar an ein Museum gehen. Für den Fall, dass die Banane verrottet, bevor ein Museum zugreift, gibt es eine Ersatzbanane. Zur wertvollen Kunst wird es erst durch das Echtheitszertifikat des Künstlers, sonst könnte damit ja jeder Geld verdienen. Der Aktionskünstler David Datuna hat die Banane des verkauften Kunstwerkes seelenruhig vor den Besuchern der Art Basel aufgegessen und damit für zusätzliche Publicity gesorgt. Datuna nennt seine Performance „Hungry Artist“. Das Kunstwerk Mattelans wurde dadurch nicht zerstört, die Banane durch eine andere Banane ersetzt. Die beiden könnten auf diese Weise ihre Kunst immer wieder wiederholen und in alle Ewigkeit fortsetzen. Was haben die Käufer erstanden, wenn die Banane austauschbar ist? Sie haben lediglich ein Authentizitäts-Zertifikat und die Rechte an einer Idee erworben, die schon jemand anderer lange vor Maurizio Mattelan hatte. Man hätte mit dem Geld viel Nützliches finanzieren können, anstelle es einem Künstler für ein Plagiat in den Rachen zu werfen.
Ich habe vor ein paar Tagen die Albrecht Dürer Ausstellung in der Albertina gesehen. Die Werke existieren unverändert seit 500 Jahren. Nichts an ihnen ist austauschbar oder ersetzbar. Die Zeiten haben sich geändert…..Maurizio Mattelans und David Datunas Kunst entspricht dem heutigen Zeitgeist. Es wird viel Geld für eine Idee bezahlt, die jemand anderer schon lange vorher hatte, für etwas das jeder machen kann und das jederzeit beliebig austauschbar ist. Aber darauf hat Mattelan nun sozusagen ein Patent.
Was ich vergessen habe zu fragen: Wer möchte meine Gurke um 120.000 Dollar kaufen? Ich erstelle auch gerne ein Echtheitszertifikat, ehrlich…..
Ich habe immer schon einen Hang zu alten, verfallenen Gebäuden oder Orten gehabt. Allein die Möglichkeit an solchen Orten zu fotografieren hat sich nie ergeben. Seit einigen Jahren ist das Fotografieren von sogenannten „Lost Places“ modern geworden, meist möglichst hyperreal in HDR. Ende Mai hat sich für mich relativ kurzfristig und überraschend die Möglichkeit ergeben an einem Lost-Places-Workshop im Waldviertel teilzunehmen. Einer dieser Lost Places ist die 100 Jahre alte Gablermühle in Waidhofen. Sie hat ihren Betrieb wohl im September 1994 eingestellt, zumindest hätte ich das aus einem Kalenderblatt, das dort noch immer hängt, geschlossen. Es ist ein wundersames, verstaubtes, dreistöckiges Holzgebäude, das schon lange nicht mehr zeitgemäß ist. Es soll nun verkauft und dann wohl abgerissen werden. Irgendwie schade.
Meine Phantasie hat es sehr angeregt und wer wissen will, wie die aussieht, schaut HIER.
Die Legende erzählt, dass die Farbgebung der Häuser der Orientierung der Fischer diente, die bei Nebel oder nach durchzechter Nacht ihre Insel und ihr trautes Heim anhand der Farbe ausmachten (Wikipedia).
Tatsächlich ist Burano schon von Weitem leicht von den anderen Inseln in der Lagune von Venedig zu unterscheiden. Die bunten Häuser machen auch dann fröhliche Stimmung, wenn über der Insel der Himmel voller schwarzer Wolken hängt. Der Eindruck auf den Bildern täuscht übrigens, es gibt viele Touristen, die diese bunte Insel besuchen.
Wer mehr davon sehen will, findet HIER weitere Bilder.