Burano

Die Legende erzählt, dass die Farbgebung der Häuser der Orientierung der Fischer diente, die bei Nebel oder nach durchzechter Nacht ihre Insel und ihr trautes Heim anhand der Farbe ausmachten (Wikipedia).

Burano

Tatsächlich ist Burano schon von Weitem leicht von den anderen Inseln in der Lagune von Venedig zu unterscheiden. Die bunten Häuser machen auch dann fröhliche Stimmung, wenn über der Insel der Himmel voller schwarzer Wolken  hängt. Der Eindruck auf den Bildern täuscht übrigens, es gibt viele Touristen, die diese bunte Insel besuchen.

Wer mehr davon sehen will, findet HIER weitere Bilder.

Gerlitzen – do kummt die Sun…

Wer seine Zeit im Feuerberg auf der Gelitzen verbringt, ist schon oben auf dem Berg. Es gibt keinen Gipfel, der ruft, auf den man rauf muss. Vielleicht noch einhundert Höhenmeter zum Gipfelkreuz, aber es sieht nicht aus wie ein Gipfel, eher wie ein Hochplateau, und noch dazu kein besonders schönes, ein Schigebiet…. Um eine Bergwanderung zu machen, müsste man zuerst runtergehen, um dann im Schweiße seines Angesichtes wieder hoch zu wandern und damit wieder zum Ausgangspunkt zu gelangen. Kein Bewegungsansporn für mich. Vielleicht eine kleine Rundwanderung auf dem Hochplateau und den Paragleitern beim Absprung zusehen. Der Ausblick ist schon atemberaubend, ohne dass man viel dafür tun muss. Wer das noch toppen will, steht zeitig in der Früh auf, geht noch im Finsteren zum Gipfelkreuz und wartet auf den Sonnenaufgang……..

here comes the sun
do kummt die Sun…

Lust auf mehr Bilder von der Gerlitzen bekommen?

Seiser Alm – der Berg ruft

 

Blick auf die Langkofelgruppe
Blick auf die Langkofelgruppe

 

Es gibt viele schöne Orte auf der Welt, aber die Seiser Alm gehört für mich zu den schönsten. Eine Landschaft, die mich immer wieder magisch anzieht. Eine der größten Hochalmen, die jeden Tag ein anderes Gesicht zeigt. Der Anblick der sanfthügeligen Almenlandschaft täuscht. Wer einmal mit Mountainbike und eigener Muskelkraft durch diese Hügel gefahren ist, hat zu spüren bekommen, dass es Höhenunterschiede zwischen rd. 1.700m und 2.350m gibt.

 

Ich war in den letzten fünf Jahren vier mal dort und es gibt immer wieder einen Grund doch noch einmal hinzufahren, immer noch eine Wanderung, die unbedingt gemacht werden müsste. Die Gegend hat Suchtpotential.

 

Zu den traumhaftesten Erlebnissen gehört es, zum Sonnenaufgang beim Frühstück auf der Terrasse der Adler Mountain Lodge zu sitzen und dem Spiel der langen Schatten zuzusehen. Die Wolken und den Nebel, der sich langsam aufzulösen beginnt, zu beobachten. Oder am Abend anzuschauen, wie der Sonnenuntergang die Langkofelgruppe in rosarotes Licht taucht. Beim Feuer auf der Terrasse mit einem Glas Wein auf den Einbruch der sternenklaren Nacht zu warten und sich vom Anblick der Milchstraße verzaubern zu lassen.

 

 

Es ist ein gutes Gefühl, auf die Berge rundum zu schauen und zu denken:

Hexenbänke auf dem Puflatsch – war ich schon. Auf der Schlernhochfläche und auf dem Monte Pez  – war ich schon. Tierser Alpl – war ich schon zweimal. Rosszähne – bin ich schon zweimal durch gestiegen. Plattkofel – war ich oben auf dem Gipfel. Rund um den Plattkofel und durch die Langkofelscharte – schon gemacht.

rund um den Langkofel – habe ich noch nicht gemacht,…..

Ich muß da unbedingt nochmal hin. Wenn nicht nächstes Jahr, dann vielleicht in zwei Jahren. Der Berg ruft.

Wer sich die Fotos ansieht, versteht es vielleicht….

 

 

Nach Heidelberg, wegen der Liebe zur Fotografie

Wenn man das Wort „Heidelberg“ im Freundes- und Verwandtenkreis fallen lässt, sagen die einen „Da war ich schon – schön“ und die anderen „schön – da will ich auch einmal hin“.  Ich muss gestehen, Heidelberg wäre in den nächsten Jahren wohl kaum ein Reiseziel für mich gewesen, hätte es da nicht einen Fotokurs gegeben, der mich interessiert hat. Heidelberg ist eine Universitätsstadt, Mitte August findet man in der Stadt kaum Studenten, dafür aber Horden von Touristen, die durch die Hauptstraße, eine Einkaufsstraße in der Altstadt, ziehen oder dem Schloss einen Besuch abstatten. Aus Zeitgründen habe ich nur die Altstadt und das  Schloss angesehen – schön, aber für mich keine Stadt in die ich mich verlieben könnte. Wenn ich mich in etwas in dieser Stadt verlieben könnte, dann in die Pension Astoira, in der wir gewohnt haben. Und in das Atelier Kurus, eine Mischung aus Künstlerloft und lost place, in dem der Fotokurs stattgefunden hat. Und in die Gänse am Ufer des Neckar, die um die in der Wiese liegenden Sonnenbadenden herumwatscheln oder in Scharen schreiend über die Brücken fliegen. Vielleicht müßte man einfach nur ein wenig länger in der Stadt sein, um sie zu mögen.

Wofür ich mir aber die Zeit genommen habe, weil ich Gärten liebe, war ein Besuch des barocken Schlossparks in Schwetzingen. Wer Gärten liebt, so wie ich, der sollte unbedingt einen Besuch nach Schwetzingen einplanen, wenn er nach Heidelberg reist.

Impressionen von Heidelberg und Schwetzingen gibt es hier.

Wachau und die Hunde von Kuenring

Die Kuenringer beherrschten im Mittelalter die Wachau. In Aggstein und in Dürnstein besaßen sie Burgen. Als „Hunde von Kuenring“ verrufen galten sie als Raubritter, „deren Knechte die Donauschiffer grausam ausraubten“. Ein unfreiwilliger Gast war Richard Löwenherz, der vom 21. Dezember 1192 bis zum 4. Februar 1193 auf der Burg Dürnstein gefangen gehalten wurde.

Burg Dürnstein
Burgruine Dürnstein

Wenn man Wachau hört, denkt man normalerweise nicht an das finstere Mittelalter, sondern an eine liebliche Auen- und Kulturlandschaft entlang der Donau. Dann fallen einem Weißwein, Marillenblüten und Marillenmarmelade ein, oder österreichische Filme wie „Der Hofrat Geiger“ und „Mariandl“ samt gleichnamigen Schlager (Mariandl aus dem Wachauer Landl, Landl).

Will man die Wachau hautnah erleben, fährt man mit dem Fahrrad den Donauradweg. Der ist eben und erfordert keine besondere Kondition, und man kann zwischendurch kleine Wanderungen einschieben, z.B. auf die Ruine Aggstein.  Bevor man auf dem Esel-Steig die Ruine Aggstein erklimmt (radeln empfiehlt sich bei 20% Steigung der Straße nur mit ausreichender Kondition oder E-Bike), stärkt man sich in der Residenz Wachau in Aggsbach Dorf mit einem monströsen Stück Topfentorte. Als Belohnung für den Aufstieg lockt ein wunderbarer Blick über die Wachau. 

Bei Rossatz kann man samt Rad mit der Fähre die Donau nach Dürnstein überqueren. Und hier gibt es dann auch gleich wieder ganz viele Touristen. Wer genug von lieblich hat, geht zum Friedhof und wirft einen Blick in den Karner. Am Abend sind die Touristen verschwunden und die Gassen von Dürnstein wieder leer. Wir haben im Hotel Richard Löwenherz übernachtet und sind am nächsten Morgen, vor dem Frühstück, die unzähligen Stufen zur Burgruine Dürnstein hinauf gestiegen. In den Morgenstunden ist man dort alleine und kann wie die Hunde von Kuenring die vorbeiziehenden Schiffe beobachten.

Wenn man auch nicht jeden auf dem Weg liegenden Ort erkunden will, in St. Michael sollte man unbedingt einen Blick in den Karner auf die Schädelpietá und auf den Dachfirst der Kirche mit den Terrakottapferden, -hirschen, -hunden oder doch -hasen? werfen. 

Wir haben über das Kraftwerk Melk die Donau wieder überquert, haben unsere Räder ins Auto geladen und sind wieder zurück nach Wien gefahren.

Wer jetzt noch keine Lust hat, die Wachau zu erkunden, kann sich vielleicht hier anhand unserer Reiseeindrücke dafür begeistern.

Marchfeldschlösser: Schloss Hof

Eigentlich ist es keine Reise, sondern nur ein Ausflug. Schloss Hof liegt gerade einmal eine Autostunde entfernt östlich von Wien,  unweit der Grenze zur Slowakei.

Zur barocken Schlossanlage gehören das Schlossgebäude, ein siebenterrassiger Barockgarten, eine Meierhofanlage mit Orangerie  und zwei großen Stallungen. Das Schloss wurde in den 1620er Jahren errichtet. 1725 von Prinz Eugen erworben und von Johann Lucas von Hildebrandt zu einem repräsentativen Landsitz ausgebaut. 1755 kam das Schloss in den Besitz von Maria Theresia. Von 1773 bis 1775 erfolgte dann ein Um- und Ausbau zum heutigen Erscheinungsbild durch Franz Anton Hillebrandt. (Wikipedia).

Schloss Hof
Schloss Hof

 

Wer um diese Jahreszeit einen Ausflug nach Schloss Hof macht, kann sich nicht nur an den schön gepflegten Terrassengärten erfreuen, sondern sich auch durch den Rosengarten schnuppern und von den jetzt gerade reifen Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren, Ribiseln (Johannisbeeren) und Stachelbeeren naschen. 

Die gesamt Anlage lädt ein zum Flanieren und Erkunden.

Wer jetzt noch keine Lust auf einen Ausflug zum größten der Machfeldschlösser hat, der findet hier Bilder, die vielleicht doch noch Lust darauf machen.

Auf den Spuren der Familie Liechtenstein

Wer Lust auf Kultur, Garten und ein wenig Reisen hat, aber nicht all zu weit fahren will, der findet in Tschechien, gleich über der österreichischen Grenze, ein lohnendes Ziel. Gerade einmal eine Autostunde von Wien entfernt findet sich die zum UNESCO-Welterbe gehörende Kulturlandschaft Lednice – Valtice. Das Areal war 700 Jahre (bis 1945) Eigentum der Familie Liechtenstein. Heute befindet es sich im Besitz des tschechischen Staates. Wer klüger ist als wir, meidet den 8.Mai. Denn das ist der Tag des Sieges und ein gesetzlicher Feiertag in Tschechien. Man feiert das Ende des zweiten Weltkrieges. Viele Tschechen scheinen das in eben diesen Gärten zu tun.

Schlossgarten von Lednice
Schlossgarten von Lednice

Der Ausflug hat jedenfalls Lust darauf gemacht, diese Gegend im Speziellen und Tschechien ganz allgemein genauer zu erkunden. Schönes ist oft näher als man denkt…

Wer nun neugierig geworden ist, kann hier einen Blick auf unsere Impressionen von Lednice und Valtice werfen.

Rügen

Jetzt, wo die Nächte länger, die Tage kälter und die Lust, sich im Freien zu bewegen geringer wird, ist ein guter Zeitpunkt, um sich am Anblick alter Urlaubsfotos zu erwärmen. Ein Freund hat mir erzählt, dass er jedes Jahr Urlaub auf Rügen verbringt. Nun, da war ich auch einmal. 

Rügen

Wer jetzt schon in den Winter-Blues fällt, kann hier ja einmal ausprobieren, ob Bilder von Sommer, Sonne, bunten Wiesen und Meer dagegen helfen.

Königssee

Wenn ein Österreicher vom Osten des Landes Richtung Vorarlberg will (oder umgekehrt), dann fährt er meist über das sogenannte „Deutsche Eck“. Wir sind auch unzählige Male durchgereist, ohne jemals einen Blick in dieses Eck zu werfen.

St. Bartholomä

Diesmal haben wir eine Ausnahme gemacht, um Königssee und Watzmann zu besichtigen. Es war ein Wochenende und wir waren nicht die Einzigen, die diese Idee hatten. Parkplatzgröße und „Jahrmarktbuden“ in der Seestraße lassen aber darauf schließen, dass es sich dort wohl immer so abspielt. Wer den Trubel hinter sich lassen will, geht oder radelt am Besten rauf auf die Berge – auf die Gotzenalm zum Beispiel, und wirft vom Feuerpalfen einen Blick auf den Watzmann, St. Baratholomä und den Königssee.

Übrigens hat der Königssee Trinkwasserqualität. Aber die Bayern trinken sein Wasser nicht, weil die trinken kein Wasser….angeblich.

Fotos dazu gibt es hier.