
Indian Summer

Ein Bekannter hat einmal gesagt: „Im Waldviertel schaut es genauso aus wie in Kanada.“
Ich weiß nicht, ob das stimmt. Weil ich war noch nie da. In Kanada meine ich.
Lust auf Indian Summer aus dem Waldviertel? Mehr gibt es hier.
take a break…

Man muss ja nicht gleich
auf den nächsten Baum klettern
um das Leben zu genießen.
Obwohl,
der schaut eigentlich recht bequem aus…
Meidling – wir finden ruhige Platzerln in der Verkehrshölle des Arbeiterbezirkes

Als ich einer Freundin erzählte, dass uns unsere Bezirkstour im September nach Meidling führt, war ihre Reaktion: Und was wollt ihr euch da anschauen?
Meidling war und ist noch immer ein dicht verbauter Arbeiterbezirk mit stark befahrenen Durchzugsstraßen. Es gibt noch Fabriksgebäude. Statt Maschinenhallen befinden sich mittlerweile jedoch schicke Lofts oder teure Wohnungen in den alten Gemäuern. Der Rest: alte Zinshäuser und neuere Wohnsilos, sonst nichts?
Mitten in diesem Bezirk befinden sich die Ausbildungsstätten für den politischen Nachwuchs der ÖVP und der SPÖ. Ein bisserl auf Distanz geht man aber schon zu den restlichen Meidlingern: beide politischen Akademien befinden sich in Schlösseln, die jeweils in einem riesigen alten Garten stehen. Während sich das Renner Institut der SPÖ von vorne verschlossen gibt, kann man in den Garten des Springer Schlössels einfach hineinspazieren. Beide Locations verfügen über ein Hotel mit Gastronomie und in beiden kann man im Garten sitzen oder einen Spaziergang machen. Dass das nicht mehr Menschen tun, liegt vermutlich daran, dass man von außen das Gefühl hat, nicht einfach hinein gehen zu können.
Ein drittes Schloss mit der größten Parkanlage des Bezirkes ist ganz der Modewelt gewidmet: Im Schloss Hetzendorf befindet sich die gleichnamige Modeschule. Zugang zum Schloss und den Garten gibt es nur für die Schüler. Alle anderen haben nur im Juni anlässlich der Modeschauen eine Chance, einen Blick in das Schloss und in den Garten zu werfen.
Bei unserem Versuch, vielleicht doch noch einen Blick auf den Schlossgarten zu erhaschen, sind wir auf ein freundliches Ehepaar gestoßen, das uns Einblick und Eintritt in den ebenfalls für Fremde verschlossenen Gemeinschaftsgarten von Hetzendorf gewährte.
Bilder und Anregung für die Tour gibt es wie immer hier.
Königssee
Wenn ein Österreicher vom Osten des Landes Richtung Vorarlberg will (oder umgekehrt), dann fährt er meist über das sogenannte „Deutsche Eck“. Wir sind auch unzählige Male durchgereist, ohne jemals einen Blick in dieses Eck zu werfen.

Diesmal haben wir eine Ausnahme gemacht, um Königssee und Watzmann zu besichtigen. Es war ein Wochenende und wir waren nicht die Einzigen, die diese Idee hatten. Parkplatzgröße und „Jahrmarktbuden“ in der Seestraße lassen aber darauf schließen, dass es sich dort wohl immer so abspielt. Wer den Trubel hinter sich lassen will, geht oder radelt am Besten rauf auf die Berge – auf die Gotzenalm zum Beispiel, und wirft vom Feuerpalfen einen Blick auf den Watzmann, St. Baratholomä und den Königssee.
Übrigens hat der Königssee Trinkwasserqualität. Aber die Bayern trinken sein Wasser nicht, weil die trinken kein Wasser….angeblich.
Fotos dazu gibt es hier.
Batman macht eine Bauchlandung

Im Vorbeigehen dachte ich zuerst: Da hat einer auf das Sackerl fürs Gackerl vergessen.
Das Nachbild in meinem Kopf bewog mich, umzukehren und nachzuschauen, was es wirklich ist.
Tatsächlich: mitten auf dem Gehsteig lag ein kleines Fellbündel.
Batman hatte eine Bauchlandung gemacht und war in der misslichen Situation dem Tode geweiht. Da Fledermäuse, wenn sie auf dem Boden liegen, nicht mehr wegfliegen können, war Erste Hilfe angesagt.
Normalerweise greife ich Wildtiere nur mit Handschuhen an. Diesmal musste ein Papiertaschentuch reichen.
Vorsichtig hob ich das Federgewicht auf. Ein Kinderspiel, viel leichter als den Kleinen auf einer sicheren Stelle wieder abzusetzen.
Batman schien zu denken: Oh, itˋs a Feh…und ließ das Papiertaschentuch nicht mehr los.
Letztendlich ist es doch noch gelungen, den Kleinen so zu platzieren, dass er sich von selbst von der Horizontalen in die Vertikale begeben hat.
Nun hat Batman wieder selbst die Kontrolle über sein Leben und kann sich weiterhin des Nächtens auf Jagd begeben.
Der Besuch der polnischen Brieftaube – eine Kurzgeschichte

Es war einer dieser heißen Sommer in denen das Gras schon im Juni braun wird. Seit Wochen hatte es nicht geregnet und das dürre Gras raschelte unter seinen Füßen, wenn er durch die Wiese ging. Er war am Morgen mit dem Rad zum See gefahren um zu schwimmen. Danach machte er es sich auf der Terrasse im Schatten seines Hauses gemütlich und wartete auf das für den Abend angekündigte Gewitter. Als er in die Küche ging, um sich etwas zu trinken zu holen, war es dann doch passiert.
Hietzing – abseits der Touristenpfade

Wer sich für die Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts interessiert, wird in Hietzing sicher fündig. Alleine in der Werkbundsiedlung stehen Häuser von 30 bekannten Architekten auf engstem Raum. Leider verbergen sich die modern anmutenden kleinen Häuser oft hinter dichten Hecken.
Su und ich haben die Touristenhochburg Schönbrunn einfach einmal links liegen lassen und uns auf die Spurensuche der Jugendstilarchitektur begeben, um zu guter Letzt doch noch einen Blick auf das Palmenhaus, die Gloriette und das Schloss Schönbrunn zu werfen.
Bilder und Tourenbeschreibung finden sich wie immer hier.


