Verwirrend und unscharf….

Verwirrend und unscharf, dennoch ist sie seit 25. Mai 2018 verpflichtend, sagt die EU. Auch für Leute, die nur privat bloggen. Jetzt muss man überall zustimmen, akzeptieren. Mache ich auch immer, aber ich lese sie nicht mehr. Ich finde, sie informiert nicht wirklich, weil sie kaum einer versteht. Sie schützt auch nicht, weil man in der Regel zustimmen muss, um an den gewünschten Inhalt zu kommen. Aber weil es alle machen, habe ich mich mit gut einem Monat Verspätung entschlossen, es auch endlich zu tun.

Datenschloss

Jetzt gibt es sie bei mir also auch und hier kann man sie lesen.

Wachau und die Hunde von Kuenring

Die Kuenringer beherrschten im Mittelalter die Wachau. In Aggstein und in Dürnstein besaßen sie Burgen. Als „Hunde von Kuenring“ verrufen galten sie als Raubritter, „deren Knechte die Donauschiffer grausam ausraubten“. Ein unfreiwilliger Gast war Richard Löwenherz, der vom 21. Dezember 1192 bis zum 4. Februar 1193 auf der Burg Dürnstein gefangen gehalten wurde.

Burg Dürnstein
Burgruine Dürnstein

Wenn man Wachau hört, denkt man normalerweise nicht an das finstere Mittelalter, sondern an eine liebliche Auen- und Kulturlandschaft entlang der Donau. Dann fallen einem Weißwein, Marillenblüten und Marillenmarmelade ein, oder österreichische Filme wie „Der Hofrat Geiger“ und „Mariandl“ samt gleichnamigen Schlager (Mariandl aus dem Wachauer Landl, Landl).

Will man die Wachau hautnah erleben, fährt man mit dem Fahrrad den Donauradweg. Der ist eben und erfordert keine besondere Kondition, und man kann zwischendurch kleine Wanderungen einschieben, z.B. auf die Ruine Aggstein.  Bevor man auf dem Esel-Steig die Ruine Aggstein erklimmt (radeln empfiehlt sich bei 20% Steigung der Straße nur mit ausreichender Kondition oder E-Bike), stärkt man sich in der Residenz Wachau in Aggsbach Dorf mit einem monströsen Stück Topfentorte. Als Belohnung für den Aufstieg lockt ein wunderbarer Blick über die Wachau. 

Bei Rossatz kann man samt Rad mit der Fähre die Donau nach Dürnstein überqueren. Und hier gibt es dann auch gleich wieder ganz viele Touristen. Wer genug von lieblich hat, geht zum Friedhof und wirft einen Blick in den Karner. Am Abend sind die Touristen verschwunden und die Gassen von Dürnstein wieder leer. Wir haben im Hotel Richard Löwenherz übernachtet und sind am nächsten Morgen, vor dem Frühstück, die unzähligen Stufen zur Burgruine Dürnstein hinauf gestiegen. In den Morgenstunden ist man dort alleine und kann wie die Hunde von Kuenring die vorbeiziehenden Schiffe beobachten.

Wenn man auch nicht jeden auf dem Weg liegenden Ort erkunden will, in St. Michael sollte man unbedingt einen Blick in den Karner auf die Schädelpietá und auf den Dachfirst der Kirche mit den Terrakottapferden, -hirschen, -hunden oder doch -hasen? werfen. 

Wir haben über das Kraftwerk Melk die Donau wieder überquert, haben unsere Räder ins Auto geladen und sind wieder zurück nach Wien gefahren.

Wer jetzt noch keine Lust hat, die Wachau zu erkunden, kann sich vielleicht hier anhand unserer Reiseeindrücke dafür begeistern.

Marchfeldschlösser: Schloss Hof

Eigentlich ist es keine Reise, sondern nur ein Ausflug. Schloss Hof liegt gerade einmal eine Autostunde entfernt östlich von Wien,  unweit der Grenze zur Slowakei.

Zur barocken Schlossanlage gehören das Schlossgebäude, ein siebenterrassiger Barockgarten, eine Meierhofanlage mit Orangerie  und zwei großen Stallungen. Das Schloss wurde in den 1620er Jahren errichtet. 1725 von Prinz Eugen erworben und von Johann Lucas von Hildebrandt zu einem repräsentativen Landsitz ausgebaut. 1755 kam das Schloss in den Besitz von Maria Theresia. Von 1773 bis 1775 erfolgte dann ein Um- und Ausbau zum heutigen Erscheinungsbild durch Franz Anton Hillebrandt. (Wikipedia).

Schloss Hof
Schloss Hof

 

Wer um diese Jahreszeit einen Ausflug nach Schloss Hof macht, kann sich nicht nur an den schön gepflegten Terrassengärten erfreuen, sondern sich auch durch den Rosengarten schnuppern und von den jetzt gerade reifen Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren, Ribiseln (Johannisbeeren) und Stachelbeeren naschen. 

Die gesamt Anlage lädt ein zum Flanieren und Erkunden.

Wer jetzt noch keine Lust auf einen Ausflug zum größten der Machfeldschlösser hat, der findet hier Bilder, die vielleicht doch noch Lust darauf machen.

Auf den Spuren der Familie Liechtenstein

Wer Lust auf Kultur, Garten und ein wenig Reisen hat, aber nicht all zu weit fahren will, der findet in Tschechien, gleich über der österreichischen Grenze, ein lohnendes Ziel. Gerade einmal eine Autostunde von Wien entfernt findet sich die zum UNESCO-Welterbe gehörende Kulturlandschaft Lednice – Valtice. Das Areal war 700 Jahre (bis 1945) Eigentum der Familie Liechtenstein. Heute befindet es sich im Besitz des tschechischen Staates. Wer klüger ist als wir, meidet den 8.Mai. Denn das ist der Tag des Sieges und ein gesetzlicher Feiertag in Tschechien. Man feiert das Ende des zweiten Weltkrieges. Viele Tschechen scheinen das in eben diesen Gärten zu tun.

Schlossgarten von Lednice
Schlossgarten von Lednice

Der Ausflug hat jedenfalls Lust darauf gemacht, diese Gegend im Speziellen und Tschechien ganz allgemein genauer zu erkunden. Schönes ist oft näher als man denkt…

Wer nun neugierig geworden ist, kann hier einen Blick auf unsere Impressionen von Lednice und Valtice werfen.

9. Wiedner Innenhof-Flohmarkt

Beim Wiedner Innenhof-Flohmarkt eröffnen sich Einblicke in Häuser und Innenhöfe, die einem sonst versperrt bleiben. Man flaniert durch den meist ohnedies gut bekannten Bezirk und nutzt die Gelegenheit, Neues und Unbekanntes zu erkunden. An jedem der gekennzeichneten Orte befindet sich ein Flohmarkt, auf dem mehr oder weniger interessantes Gerümpel angeboten wird. Nicht jeder Standort ist auch ein geheimnisvoller Innenhof und manchmal landet man auch in Locations, auf deren Anblick man gut und gerne verzichtet hätte. Aber es gibt auch wundervolle grüne Innenhöfe, Oasen der Stille, die den Stadtlärm aussperren, alte Häuser mit gefliesten Gängen und Stiegenhäusern, die die Älteren von uns an ihre Kindheit erinnern.
Wer jetzt neugierig geworden ist, kann hier einen Blick auf ein paar Impressionen unseres Wiedner Innenhof-Flohmarkt-Spaziergang werfen. Vielleicht ergibt sich ja nächstes Jahr die Gelegenheit, das verborgene Wieden selbst zu erkunden.

Es muss doch Frühling werden…

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen (Galanthus)

 

Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß doch Frühling werden.

Emmanuel Geibel 1815-1884

 

Wer, so wie ich, schon genug vom Winter hat,der träumt am Besten vom Frühling.

Mit Bildern aus dem Vorjahr geht das sehr gut.

Wer keine eigenen hat, kann hier gerne meine dazu verwenden.

Kiss that frog

…eigentlich wollte er mich küssen, aber die Wand war dazwischen…

frog

Jump in the water
Sweet little princess
Let me introduce his frogness
You alone can get him singing
He’s all puffed up, wanna be your king
Oh you can do it
C’mon, c’mon, c’mon, c’mon, c’mon, c’mon, c’mon
Lady kiss that frog

(Peter Gabriel)

Lost Places Nordbahnhof

Wasserturm

 

Die Gegend um den alten Wasserturm beim ehemaligen Nordbahngelände ist, auf gut wienerisch, eine richtige Gstätten. Gstätten bedeutet „verwilderter Platz“ – welch passende Bezeichnung. Heute sagt man wohl eher „Lost Place“ dazu, was kein Engländer verstehen würde, weil es ein Pseudoanglizismus ist und so viel wie „vergessener Ort“ heißen soll. Aber der Ort ist nicht vergessen. Er wartet auf seine neue Bestimmung. Noch ist er eine ehemalige Gleisanlage, ein Hundeklo, eine illegale Mülldeponie, ein Platz, auf dem sich ein Schwarm von Seidenschwänzen in den Ästen der Bäume niederlässt, Heimat für die vom Aussterben bedrohte Wechselkröte, Jagdrevier für „Lost Places Handy Fotografen“ und für mich. Die Gstätten soll angeblich erhalten bleiben und sich in einen „First Urban Nature Park“ verwandeln. Aber die Bagger rücken heran und was läge näher, als die Gstätten, dem wahren Bedürfnis der Menschen entsprechend, in Wohnhäuser, Bürogebäude und Betonwüsten zu verwandeln.

Mich ziehen solche Orte magisch an, nicht wegen ihrer Geschichte, sondern wegen der Diskrepanz ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Wer dort selber nicht hin will, aber doch einen Blick darauf werfen möchte, kann sich meine Impressionen hier ansehen.

 

Wer mehr über die Gegend wissen will, findet im folgenden Link Informationen: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nordbahnviertel